Die künstliche Intelligenz aus St. Gallen

30.11.2017

Sind wir gerade dabei, einen „digitalen Gott“ zu erschaffen? Eine künstliche Intelligenz, die am Ende die Kontrolle über die Schöpfung erlangt und über den Fortbestand der Erde herrscht? Über diese heisse These diskutierten am 28. November im RUZ Gossau 50 Unternehmer zusammen mit Christian Naef, Co-Founder von Advertima.

Die künstliche Intelligenz begleitet uns schon heute im Alltag: Google, Alexa oder Siri sind prominente Beispiele. Doch wie funktioniert die Verschmelzung der realen und der digitalen Welt? Christian Naef, Co-Founder von Advertima, erklärte es am Beispiel vom Advertima.

Viele unnütze Informationen

Mehr als 80% der Informationen, mit denen jeder von uns im Alltag konfrontiert ist, sind für uns persönlich nicht relevant. Dies will Advertima ändern und entwickelt dazu eine künstliche Intelligenz, die wie ein Mensch die Umgebung in der realen Welt wahrnimmt und selbständig entscheidet, wie darauf zu reagieren ist. Damit personalisierte und positive Erlebnisse für den Menschen entsteht: Stellen Sie sich einen Bildschirm an einem Bahnhof oder in einem Shopping Center vor. Die künstliche Intelligenz erkennt, dass ein Pärchen ca. 35 Jahre alt vor dem Screen händchenhaltend vorbei läuft. Der Bildschirm reagiert darauf und zeigt Informationen zu einem romantischen Wochenende zu zweit in den Bergen. Anhand von Gesicht und Körperbewegungen kann die Technologie Alter, Geschlecht, Emotionen aber auch den Kleidungsstil der Personen erkennen und darauf reagieren. Bspw. mit entsprechender Werbung.

Will ich das überhaupt?

Die Unternehmer waren sich einig: Die Differenzen zwischen Realität und Fiktion waren auch schon grösser. Und die künstliche Intelligenz mit alle ihren Facetten ist spannend, gleichzeitig aber auch beängstigend. Und viele der Teilnehmer stellten sich die abschliessende Frage: Will ich das überhaupt?

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