WorldSkills 2021: Partnerschaft zwischen Swissmem Berufsbildung und dem RUZ

Das Raiffeisen Unternehmerzentrum RUZ und Swissmem Berufsbildung gehen gemeinsame Wege und haben für die World Skills 2021 eine Partnerschaft bekannt gegeben. Die Kooperation umfasst die SwissSkills 2020 und die entsprechenden Selektionsverfahren sowie die Vorbereitungsphase und Teilnahme an der nächsten Berufs-WM in Shanghai.Den Partnern geht es darum, den Industrie-Nachwuchs zu fördern, die Einzigartigkeit des dualen Berufsbildungssystems hervorzuheben und das Unternehmertum in der Schweiz zu stärken.

06.09.2019

Die vergangenen Berufsweltmeisterschaften, die vom 22. bis 27. August 2019 in Kazan/RUS stattgefunden haben, waren aus Sicht der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie ein grosser Erfolg: In den technisch-industriellen Berufen resultierte je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille sowie diverse Diplome. Mit ihrem starken Auftritt haben die jungen Schweizer Berufsleute gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören.

Im November 2019 beginnen bereits die nächsten Selektionsverfahren für die SwissSkills im Jahr 2020, und damit auch für die WorldSkills 2021 in Schanghai – dies für die von Swissmem betreuten Berufe Elektroniker/in EFZ, Automatiker/in EFZ, Konstrukteur/in EFZ sowie die Disziplin Industrie 4.0. Ab sofort läuft diese Rekrutierung in Partnerschaft zwischen Swissmem Berufsbildung und dem Raiffeisen Unternehmerzentrum RUZ. Für beide Parteien ist es von grosser Wichtigkeit, dass die MEM-Berufe mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen, die Bevölkerung für die Wichtigkeit der Berufslehre sensibilisiert wird und die jungen Berufsleute zu Spitzenleistungen motiviert werden. Die Berufswettbewerbe sind ein guter Weg, um den Unternehmernachwuchs von morgen zu fördern.

Hohe Bedeutung der MEM-Industrie für die Schweiz

Die Schweizer MEM-Industrie ist eine facettenreiche und innovative Hightech-Branche. Zahlreiche Schweizer Unternehmen zählen zu den weltweit führenden Anbietern von technologisch hochstehenden Produkten und Dienstleistungen. Mit ihren Lösungen schaffen sie Mehrwert in so unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen wie der Energieerzeugung und -übertragung, im Maschinenbau, der Medizintechnik, aber auch in den Bereichen der Mobilität und Sicherheit. Die MEM-Industrie erwirtschaftet 9-10 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Sie ist die grösste industrielle Arbeitgeberin und beschäftigt weltweit rund 1 Million Mitarbeitende, davon 320'000 in der Schweiz. Zusätzlich bildet sie annähernd 20'000 Lernende in der Schweiz aus. Die Branche leistet mit Ausfuhren im Wert von 70 Milliarden Franken fast einen Drittel der gesamten Güterexporte. Entsprechend wichtig ist es, dass die Branche auch in Zukunft über Top-Fachkräfte verfügt.

Das RUZ für den Unternehmernachwuchs von morgen

Das RUZ weiss, dass der Erfolg des Werkplatzes Schweiz unmittelbar mit einer starken Industrie zusammenhängt. Entsprechend wurde das Engagement in den vergangenen Jahren zugunsten der Industrie gestärkt und soll weiter ausgeweitet werden. Im Kern seiner Arbeit fokussiert sich das RUZ auf jene Themen, die für Schweizer KMU letztlich relevant sind: Entwicklung von Strategien und Geschäftsmodellen, Innovationen und Digitalisierung, Optimierungen von Prozessen, Erfolg am Markt und Nachfolge. Schliesslich werden Unternehmen auch bei «Querschnittsthemen» wie Führung und Kommunikation und der Anbahnung und Strukturierung konkreter Finanzierunglösungen begleitet. Gerade Letzteres ist für viele MEM-Unternehmen ein ganz wichtiges Anliegen. Mit Swissmem bietet das RUZ schon heute gemeinsame Workshops an, bei denen es auch um die Finanzierung von Industrie 4.0-Projekten oder das Verhältnis zur Bank geht.

Über die WorldSkills

Die Berufs-Weltmeisterschaften WorldSkills Competitions finden alle 2 Jahre an wechselnden Austragungsorten statt. Durchgeführt wird die Meisterschaft von WorldSkills International, einer Trägerschaft, in der 72 Länder und Regionen vertreten sind. Die Teilnehmer des Swissmem-Teams haben an der diesjährigen Austragung hervorragende Resultate gezeigt. Gold gab es für den Bieler Elektroniker Florian Baumgartner, Bronze für die Automatiker Raphael Furrer (Aarwangen) und Josia Langhart (Steffisburg). Für den Konstrukteur Simon Herzog aus Buchrain reichte es für ein Diplom. Im Berufsfeld Polymechaniker/in EFZ mit den Vertiefungsrichtungen CNC Drehen, CNC Fräsen und Automation (betreut vom Verband Swissmechanic) gab es Silber für Lukas Muth, ein Diplom für Markus Hintermann und ein Zertifikat für Thomas Schranz. Dieser Erfolg stellt nicht nur dem dualen Berufsbildungssystem der Schweiz eine ausgezeichnete Note aus, sondern auch den Ausbildungsverantwortlichen der MEM-Branche.  

Lesen Sie hier das Interview mit Matthias Weibel zu den WorldSkills 2019.