Wo Unternehmer Unternehmen stärken.

Bei allem, was wir im RUZ tun, stehen Sie, als Unternehmerin oder Unternehmer im Zentrum. Unser Antrieb und unser Ziel ist es, Sie so zu unterstützen, dass Sie – in einer Welt, die durch immer schnelleren Wandel geprägt ist – Ihre vielfältigen Herausforderungen und Ihre Zukunft erfolgreich gestalten. Damit Unternehmen das bleiben, was sie heute schon sind: Das Rückgrat der Schweiz.

Unterstützung auf Augenhöhe.
Im RUZ steht das gemeinsame Entwickeln der passgenauen Lösung, die im Alltag greift, im Fokus. Unsere Unternehmer bieten dabei Begleitung, Austausch und Unterstützung. Darum nennen wir sie auch Begleiter und nicht Berater.

Persönlich währt am längsten.
Ob im Einzelgespräch, der Beratung und Begleitung, ja sogar in unseren Gruppen-Workshops: es bleibt immer in einem persönlichen Rahmen, damit der Nutzen für den Einzelnen im Fokus steht.

Gut vernetzt ist halb gewonnen.
Das RUZ bietet Zugang zu einem Experten-Netzwerk von rund 300 erfolgreichen Unternehmern. Wir beraten, coachen, begleiten und unterstützen Sie von der Gründung bis zur Nachfolge in allen Unternehmensphasen.

Wertvolle Begegnungen.
An unseren Veranstaltungen und im grössten Unternehmerclub der Schweiz treffen sich Persönlichkeiten aus dem ganzen Land zum regen Austausch, profitieren voneinander und können wertvolle Kontakte knüpfen.

Kleine und mittlere Unternehmen sind die Stütze des Landes

  • Sie sorgen für Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.
  • Sie schaffen Werte, Zukunft und Heimat für Mitarbeitende, Auszubildende und Kunden.
  • Sie sind ein verlässlicher und nahbarer Partner.
  • Sie stehen mit ihrer Arbeit und ihrem Wort persönlich ein.
  • Sie leben Schweizer Werte und tragen sie in die Welt hinaus.

Für Unternehmer. Von Unternehmern.

Unsere Begleiter sind keine Theoretiker, sondern selbst erfolgreiche Unternehmer. Als solche kennen sie Ihre unternehmerischen Herausforderungen ganz genau und können Sie so ehrlicher, offener und besser bei Ihrer Arbeit unterstützen und begleiten.

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«Bei uns macht niemand die Faust im Sack»

Der Zuwachs um eine neue Abteilung führte bei der Zürcher Holzbau AG zu Frust und Spannungen. Heute ziehen wieder alle am selben Strang.

05.02.2021

Ob Neu­ oder Umbau­ten: Die Zürcher Holz­bau AG baut seit über 30 Jahren mit Holz. Dabei legen die Brüder Beat und Christian Zürcher Wert auf den nachhaltigen Umgang mit der Natur: Meist verbauen sie Schweizer Holz, von dem sie die ganze Lieferkette kennen. Auch bei Minergie waren sie fast von Anfang an mit dabei. «Trotzdem haben wir in der Region viel gleichwertige Konkurrenz», sagt Geschäftsführer Beat Zürcher. Um sich abzu­heben, legt das KMU in Finstersee im Kanton Zug deshalb viel Wert auf das Per­sönliche: freundliche Mitarbeiter, eine gute Stimmung im Team und ein zuvor­kommender Umgang mit den Kunden.

Zentral dafür: das Betriebsklima. «Heute sind wir ein gutes Team», sagt Zürcher. «Gibt es Unstimmigkeiten, dis­kutieren wir darüber, niemand macht die Faust im Sack.» Das war allerdings nicht immer so. Als das KMU vor einigen Jahren eine eigene Planungsabteilung mit Hoch­bautechnikern und Bauleitern eröffnete, sank bei den alteingesessenen Zimmerleuten und Vorarbeitern in der Produktion die Stimmung.

Für den nachhaltigen Erfolg ist die neue Planungsabteilung ein wichtiger Betriebszweig: Die Wertschöpfungskette ver­längerte sich dadurch markant. Das KMU führt Arbeiten nicht mehr nur aus, son­dern kann Bauherren und Architekten nun auch beraten sowie Kundenprojekte selber planen. Das generierte zwar mehr Aufträ­ge, veränderte aber auch die Betriebsdyna­mik. Büro und Zimmerei sprachen oft nicht dieselbe Sprache – dass die neuen Kollegen aus der Planung oft auch noch jünger waren als die langjährigen Hand­werker, verschärfte die Situation.

Plan vs. Praxis
Der Geschäftsführer beobachtete, wie die Kluft zwischen den Abteilungen immer grösser wurde. «Die Mentalitäten waren sehr unterschiedlich.» Jedes Team arbei­tete für sich, ein Miteinander fand kaum statt. «Manchmal gaben die Planer auf dem Papier etwas vor, das zwar dem Kun­denwunsch entsprach, sich aber auf der Baustelle als schwierig erwies. Es mangel­te an Kommunikation und gegenseitigem Verständnis – das führte zu Frust.»

Ihm war klar: Jetzt muss sich etwas ändern. Denn beide Abteilungen sind voneinander abhängig. Nur wenn alle ef­fizient zusammenarbeiten, können Auf­träge so geplant und ausgeführt werden, dass am Schluss alle – und vor allem auch der Kunde – zufrieden sind. «Ich wollte die Bombe entschärfen, bevor sie platzt», sagt Zürcher. Als ihm ein Bekannter das Coaching im Bereich Teamentwicklung im Raiffeisen Unternehmerzentrum RUZ in Baar empfahl, zögerte er nicht. «Die Mitarbeitenden sind unser grösstes Kapi­tal. In sie zu investieren, ist etwas, das man nicht vernachlässigen darf.»

Denn Teamentwicklung ist Füh­rungssache. Für den Erfolg eines Unter­nehmens braucht es starke Führungsper­sonen, die wissen, wie man konstruktiv mit Konflikten umgeht, und die Mitarbei­tenden auf ein gemeinsames Ziel ein­schwören.

Konflikte sind normal
Dafür ist RUZ ­Begleiterin Bea Reichle Ex­pertin. Sie weiss: «Es wird immer Konflik­te geben, gerade in wachsenden Unter­nehmen.» Das sei in der Teamentwick­lung ein ganz normaler Prozess. «Immer wenn sich etwas an den Ressourcen än­dert – sei es durch neue Kollegen oder auch durch Maschinen –, kann es zu Ab­lehnung oder gar Widerstand kommen. Der Mensch mag keine Veränderungen. Dabei sind sie auch die Chance auf etwas Neues, sie geben Raum für Innovation.»

In einem Zeitraum von 12 Monaten führte Reichle mehrere Workshops mit Zürcher und seinen Mitarbeitern durch – erst getrennt in den jeweiligen Teams, dann alle gemeinsam. «Das Ziel war es, zu sensibilisieren und das Verständnis fürei­nander zu vergrössern», sagt Reichle. Was sind die Herausforderungen in den ein­zelnen Bereichen? Was funktioniert und was nicht? Aber auch: Wie ticken die ein­zelnen Mitarbeiter und Teams? Um ge­meinsam bessere Lösungen für die Zu­sammenarbeit zu finden, mussten die Mitarbeitenden verstehen, wie die jeweils andere Abteilung arbeitet.

Die Gespräche halfen: «Die Stim­mung wurde in den vergangenen zwei Jahren spürbar besser», sagt Zürcher. Vorbereitung, Begleitung und Nachberei­tung der Bauprojekte sind nun stärker strukturiert. Die Prozesse sind so gestal­tet, dass die Bereiche zusammenarbeiten müssen. Kritische Punkte werden ge­meinsam angegangen, damit die Lösung sowohl handwerklich als auch finanziell standhält. Und am Ende des Projekts prüft das Team anhand einer Checkliste, ob der gesamte Prozess – etwa punkto Arbeits­sicherheit, Materialfluss und Ausführung – funktioniert hat und wo es Verbesse­rungspotenzial gibt. «So stellen wir sicher, dass wir fortlaufend dazulernen und nicht wieder in das alte Muster zurückfallen», sagt Zürcher.

Stillstand bedeutet Rückstand
Reichle trifft in ihren Mandaten oft auf ähnliche Situationen. «Der richtige Zeit­punkt für eine Beratung ist dann, wenn man sich immer über das Gleiche ärgert – und nicht erst, wenn sich ein Konflikt schon finanziell auf das Unternehmen auswirkt.» Um dann aber nachhaltige Ver­änderungen zu erwirken, müssen Unter­nehmer und Arbeitnehmende bereit sein, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Das weiss auch Beat Zürcher. «Wir wollen dem heutigen Markt gewachsen sein. Das bedeutet, dass wir uns stets wei­terentwickeln, als Team und auch als Un­ternehmen. Denn Stillstand bedeutet Rückstand.»

Quelle: Schmits, Andrea: «Bei uns macht niemand die Faust im Sack», in: Savoir Faire (1/2021), S. 21-23.

Zürcher Holzbau AG: Die Brüder Beat und Christian Zürcher gründeten ihr Unternehmen 1989 in Finstersee ZG. Sie bauen unter anderem Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Scheunen, aber auch Autounterstände, Terrassen und Fassaden für Kunden aus der Region. Durch die Verwendung von im Betrieb vorproduzierten Elementen erreichen sie besonders kurze Bauzeiten. Das KMU zählt 24 Mitarbeiter, davon 5 Lernende.