Wo Unternehmer Unternehmen stärken.

Bei allem, was wir im RUZ tun, stehen Sie, als Unternehmerin oder Unternehmer im Zentrum. Unser Antrieb und unser Ziel ist es, Sie so zu unterstützen, dass Sie – in einer Welt, die durch immer schnelleren Wandel geprägt ist – Ihre vielfältigen Herausforderungen und Ihre Zukunft erfolgreich gestalten. Damit Unternehmen das bleiben, was sie heute schon sind: Das Rückgrat der Schweiz.

Unterstützung auf Augenhöhe.
Im RUZ steht das gemeinsame Entwickeln der passgenauen Lösung, die im Alltag greift, im Fokus. Unsere Unternehmer bieten dabei Begleitung, Austausch und Unterstützung. Darum nennen wir sie auch Begleiter und nicht Berater.

Persönlich währt am längsten.
Ob im Einzelgespräch, der Beratung und Begleitung, ja sogar in unseren Gruppen-Workshops: es bleibt immer in einem persönlichen Rahmen, damit der Nutzen für den Einzelnen im Fokus steht.

Gut vernetzt ist halb gewonnen.
Das RUZ bietet Zugang zu einem Experten-Netzwerk von rund 300 erfolgreichen Unternehmern. Wir beraten, coachen, begleiten und unterstützen Sie von der Gründung bis zur Nachfolge in allen Unternehmensphasen.

Wertvolle Begegnungen.
An unseren Veranstaltungen und im grössten Unternehmerclub der Schweiz treffen sich Persönlichkeiten aus dem ganzen Land zum regen Austausch, profitieren voneinander und können wertvolle Kontakte knüpfen.

Kleine und mittlere Unternehmen sind die Stütze des Landes

  • Sie sorgen für Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.
  • Sie schaffen Werte, Zukunft und Heimat für Mitarbeitende, Auszubildende und Kunden.
  • Sie sind ein verlässlicher und nahbarer Partner.
  • Sie stehen mit ihrer Arbeit und ihrem Wort persönlich ein.
  • Sie leben Schweizer Werte und tragen sie in die Welt hinaus.

Für Unternehmer. Von Unternehmern.

Unsere Begleiter sind keine Theoretiker, sondern selbst erfolgreiche Unternehmer. Als solche kennen sie Ihre unternehmerischen Herausforderungen ganz genau und können Sie so ehrlicher, offener und besser bei Ihrer Arbeit unterstützen und begleiten.

Zum kostenlosen Unternehmergespräch

Plattform Corona: Unsere Plattform für Unternehmen

Corona und die vom Bund verhängten Massnahmen treffen Schweizer Unternehmen mit voller Wucht. Wir vom RUZ setzen alles daran und stellen alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen frei, Sie in dieser Zeit zu unterstützen. Wir nehmen Ihren Anruf auf unserer Hotline entgegen und schliessen Sie mit unseren krisenerprobten Spezialisten kurz. Sie können Ihre Anfrage auch anhand des untenstehenden Formulars an uns senden.

Noch nie so wertvoll: Das kostenlose Unternehmergespräch des RUZ – jetzt auch online.

Angesichts der aktuellen Corona-Krise stehen Unternehmerinnen und Unternehmer vor vielen unbekannten Herausforderungen. Das RUZ begleitet Sie mit seinem Know-how. Neu bieten wir deshalb unser seit 6 Jahren bewährtes Unternehmergespräch auch online an. Kostenlos und für Unternehmer von Unternehmern geben wir Ihnen Antworten auf die drängendsten Fragen. Diskutieren Sie mit unseren Begleitern während zwei Stunden mögliche Lösungswege, damit Sie erfolgreich durch die Krise kommen, sich Ihr Geschäft schnell stabilisiert und Sie danach wieder durchstarten können.

Termin vereinbaren

Online-Unternehmergespräch

Wichtigste Handlungsfelder im Zeitverlauf – unsere Unterstützung in drei Phasen

Die Auswirkungen der Coronakrise sind nicht mit wohlmeinenden Ratschlägen, Checklisten und schnellen Tipps & Tricks zu bewältigen. Es braucht Begleiter und Berater, die ihre Kompetenzen und Erfahrungen in den Dienst unserer KMU stellen und die Herausforderungen systematisch und schrittweise angehen: Kurzfristig gilt es die Betriebstätigkeit sicherzustellen, danach das Geschäft mittelfristig stabil aufzustellen und, noch während der Krise, wieder den Blick in die Zukunft werfen.

Wir begleiten Sie durch die Krise und darüber hinaus. Unser Anspruch ist, dass Sie gestärkt durchkommen und nach der Krise wieder durchstarten.

Wir sind für Sie da!

Sie sind Unternehmer und Unternehmerin und haben operative oder strategische Fragen, wenn es um die Auswirkungen von Corona auf Ihren Betrieb geht? Dann zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten.

041 552 14 14 anrufen

Ihre Ansprechpartner

1 Durchkommen

Kurzfristige Sicherstellung des Betriebes

  • Unmittelbare Liquiditätssicherung
  • Kurzarbeit: Beantragung, Organisation
  • Krisenkommunikation
  • Kostenkontrolle – jetzt erst recht!
  • Sicherstellung der Produktion
  • Verkauf & Vertrieb in Zeiten des «Physical Distancing»

2 Stabilisieren

Mittelfristige Ausrichtung des Geschäfts

  • Strukturelle, organisatorische Anpassungen
  • Auswirkungen in der Wertschöpfungskette: Unterbrüche / Ausfälle bei Lieferanten, Verzögerung bei Auslieferungen etc.
  • Synergien durch Zusammenarbeit, Zusammenschlüsse, Übernahmen
  • Neue Prozesse und Arbeitsweisen
  • Lehren aus der Krise

3 Wachsen

Langfristige Strategie: Den zukünftigen Erfolg vorbereiten

  • Durchstarten nach der Krise
  • Neue Märkte und Kunden
  • Innovationsportfolio neu ausrichten
  • Ausbau Digitalisierung
  • Neue Servicemodelle
  • Neue Vertriebskanäle
  • Neue Risikoszenarien
  • Führung & Kommunikation

Fragen und Antworten, die jetzt wichtig sind

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen, die sich Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt stellen müssen. Die Liste wird laufend aktualisiert und ergänzt. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns mit dem untenstehenden Formular. Wir beantworten alle Fragen so schnell wie möglich und nehmen sie in den FAQ auf.

  • Welche Fragen muss ich mir stellen, um den Schutz meiner Mitarbeitenden und deren Familien sicherstellen zu können?

    • Weiss ich, welche Mitarbeitenden einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind (Empfangs-, Aussendienst-, Sicherheits- und Reinigungspersonal)?
    • Haben wir Personen angestellt, die in Risikogruppen sind: Asthma, Diabetes, Alter, chronische Atemwegserkrankungen wie Bronchitis? Hier die Empfehlungen des Bundes beachten!
    • Wir kann ich die Hygienemassnahmen durchsetzen und Mitarbeitenden schützen → Einsatzplanungen anpassen!
    • Wie plane ich den optimalen Einsatz von Mitarbeitenden? Gesundheitsrisiken für Mitarbeitende erkennen und bewerten: Exponierte und besonders gefährdete Mitarbeitende identifizieren und umteilen respektive schützen. Eventualplanung: Notfallplanungen, wenn einzelne oder mehrere Mitarbeitende ausfallen.
    • Habe ich Notfalllisten mit Angehörigen aller Mitarbeitenden resp. Telefonnummern aller Ansprechpersonen?
    • Unisanté in Lausanne hat einen «Corona-Check» entwickelt, mit dem jeder persönlich schnell abschätzen kann, ob eine Coronavirus-Erkrankung vorliegt. Zudem wird nach Beendigung des Tests eine Empfehlung für das weitere Vorgehen abgeben.

    Dokument: Anweisungen des BAG im Falle von Selbstisolation

  • Wie beantrage ich Kurzarbeit? Wer kann alles Kurzarbeit beantragen?

    Wie kann man Kurzarbeit anmelden?

    • Grundsatz: Kurzarbeit prüfen, vorbereiten und gegebenenfalls frühzeitig beantragen. Kurzarbeit ist jederzeit rückziehbar. Das Gesetz schliesst Firmeninhaber, Geschäftsleiter und Verwaltungsräte vom Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung aus.
    • Ab 1. Juni 2020 sind für Lernende und Personen in «arbeitgeberähnlicher Stellung» (z.B. Geschäftsführer) sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner die vorübergehenden Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung wieder entfallen und können nicht mehr beansprucht werden.
    • Der Bundesrat hat am 12. August 2020 die Änderung und Verlängerung der COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung beschlossen. Die Mehrheit der ausserordentlichen Massnahmen entfällt, und es erfolgt eine Rückkehr zum ursprünglichen System der Kurzarbeits- und Arbeitslosenentschädigung. Beibehalten werden bis Ende Dezember 2020 das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für deren Abrechnung. Die Änderungen treten am 1. September 2020 in Kraft.

      Zur Medienmitteilung

    • Die Voranmeldungen von Kurzarbeit muss vom Unternehmen bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle (KAST) am Hauptsitz der Gesellschaft eingereicht werden. Jeder betroffene Mitarbeitende muss sich mit der Kurzarbeit einverstanden erklären. Das Unternehmen kann nicht rückwirkend einen Anspruch geltend machen. Die effektiven Ausfallstunden werden monatlich auf Basis der betriebliche Arbeitszeitkontrolle (Stempelkarte, Stundenrapporte) abgerechnet und eingefordert.
    • Beachten Sie bitte, dass ein genereller Verweis auf das Coronavirus nicht ausreicht, um einen Anspruch auf Kurzarbeit zu begründen. Vielmehr müssen Unternehmen glaubhaft darlegen, weshalb in ihrem Betrieb die Arbeitsausfälle mit dem Auftreten des Coronavirus zusammenhängen. Der Arbeitsausfall muss in direktem Zusammenhang mit dem Auftreten des Virus stehen.

    Formular: Voranmeldung Kurzarbeit

    Formular: Antrag und Abrechnung Kurzarbeit

    Weitere Informationen zur Anmeldung der Kurzarbeit der einzelnen Kantone:
    Kurzarbeit Aargau

    Kurzarbeit Appenzell A/Rh.
    Kurzarbeit Appenzell I/Rh.

    Kurzarbeit Basel-Landschaft
    Kurzarbeit Basel-Stadt
    Kurzarbeit Bern
    Kurzarbeit Freiburg
    Kurzarbeit Genf
    Kurzarbeit Glarus
    Kurzarbeit Graubünden
    Kurzarbeit Jura
    Kurzarbeit Luzern
    Kurzarbeit Neuenburg
    Kurzarbeit Nidwalden
    Kurzarbeit Obwalden
    Kurzarbeit St. Gallen
    Kurzarbeit Schaffhausen
    Kurzarbeit Schwyz
    Kurzarbeit Solothurn
    Kurzarbeit Thurgau
    Kurzarbeit Tessin
    Kurzarbeit Uri
    Kurzarbeit Waadt
    Kurzarbeit Wallis
    Kurzarbeit Zug
    Kurzarbeit Zürich

  • Was sind wichtige Fragen im Krisenmanagement?

    • Wie können wir uns Zeit verschaffen? Welche sind die wichtigsten und dringendsten Handlungsfelder in Zeiten von Corona? (Eisenhower)
    • Wir müssen wissen, wo wir stehen: Beispielsweise, welches sind unsere stärksten Hebel, Kunden, Lieferanten? Welches sind unsere Alliierten?
    • Krisenkommunikation: Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten/Partner
    • Welche zentralen Aktivitäten und Schlüsselpersonen braucht mein Unternehmen mindestens, um den Betrieb wie auch die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten?
  • Wie kann ich meine Liquidität sichern?

    Debitorenmanagement Forderungsmanagement:

    • Verstärkt Akontorechnungen stellen: Rechnung weiterhin rigoros und zeitnah stellen.
    • Grund: Solvenz und Bonität lässt sich, wenn Debitoren gestellt wurden, besser gegenüber Banken und öffentlicher Hand mit den nun folgenden Stützprogrammen rechtfertigen.
    • Rasche Rückerstattung von MwSt-Guthaben anstreben

    Mahnwesen:

    • Debitorenmanagement intensivieren und persönlich nachtelefonieren.
    • Standard genügt jetzt nicht mehr → dranbleiben!

    Kreditoren:
    Mit unkritischen Lieferanten verhandeln:

    • Insbesondere öffentliche Hand (Steuern, Sozialversicherungen, Versicherungen, Strom, Wasser, Gas et cetera)

    Mit kritischen Partnern in der Wertschöpfungskette Lösungen suchen:

    • Lieferanten, mit welchen 1:1 zusammengearbeitet wird
    • Vermieter: Achtung auf Fallstricke des Mietrechts (Zahlungsverzug wird im Mietrecht relativ hart gehandhabt)
    • Banken: Zinsen, Darlehen
    • Leasing

    Liquiditätsplanung:

    • Vordringliches Führungsinstrument.
    • Wir vom RUZ haben eine ganz einfache Vorlage für eine Liquiditätsplanung, die (KMU-tauglich) binnen weniger Stunden eingeführt werden kann. Für den Einzelfall bitte unsere Spezialisten konsultieren!

    Betrieb, Produktion und Lieferfähigkeit:

    • Weiter aufrechterhalten
    • Waren unter welchen Bedingungen noch an Kunden liefern? Je nach Bonität / Solvent des Kunden nur noch gegen Vorauszahlung oder mittels Bankgarantie / Bürgschaft.
  • Welche finanzielle Unterstützung gibt es für KMU?

    • Mit Crowdfunding gegen die Coronakrise
      Auf lokalhelden.ch besteht für KMU, Vereine und Privatpersonen die Möglichkeit ein eigenes Crowdfunding-Projekt zu lancieren. Nie war es einfacher, andere von eigenen Ideen zu begeistern und Geld, Material oder Helfer für konkrete Projekte einzusammeln. Ein unternehmerisches Angebot unterstützt durch Raiffeisen.
    • Überbrückungskredite für Unternehmen:
      Der Bundesrat hat am 20. März 2020 ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von weiteren 32 Mrd. CHF beschlossen, davon 20 Mrd. CHF als Liquiditätshilfe in Form von verbürgten Überbrückungskrediten für Unternehmen. KMU, die also aufgrund der Corona-Situation in finanzielle Engpässe geraten sind, erhalten mit diesem Garantieprogramm des Bundes rasch und unkompliziert Unterstützung. Das Programm baut auf den bestehenden Strukturen der Bürgschaftsorganisationen auf und beinhaltet zwei Kreditfazilitäten:

      (1) Beträge im Umfang von 10% vom Umsatz bis maximal 0.5 Mio. CHF werden von den Banken ohne grosse formelle Erfordernisse ausbezahlt und vom Bund zu 100 Prozent garantiert.

      (2) Darüber hinausgehende Beträge werden vom Bund zu 85 Prozent garantiert. Vorausgesetzt ist eine vorgängige Prüfung des Antrags durch die Bank. Der maximale Betrag der Kreditfazilität liegt bei 20 Mio. CHF pro Antragssteller.

      Die Details der Überbrückungskredite sehen wie folgt aus:


      (1) Für Überbrückungskredite bis zu 500'000 CHF (sog. COVID-19-Kredit) wird der Zinssatz bei Null Prozent festgelegt. Die Auszahlung erfolgt innerhalb eines Tages. Das Verfahren basiert auf Selbstdeklaration auf der Webseite covid19.easygov.swiss. Das Unternehmen oder die selbstständig erwerbende Person füllt die elektronisch bereit gestellte standardisierte Kreditvereinbarung aus und erklärt damit, dass sie die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt. Sie reicht die Kreditvereinbarung danach bei ihrer Hausbank ein.

      • Die Unternehmung muss bereits vor der Corona-Pandemie in der Schweiz, d.h. vor dem 1. März 2020 gegründet worden sein.
      • Sie muss aufgrund der Corona-Pandemie hinsichtlich ihres Umsatzes wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt sein.
      • Sie ist finanziell gesund, d.h. sie befindet sich weder in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren noch in Liquidation.
      (2) Überbrückungskredite bis zu 20 Mio. CHF pro Unternehmen (sog. COVID-19-Kredit plus) setzen eine etwas umfassendere Kreditprüfung voraus. Das kreditsuchende Unternehmen füllt einen standardisierten, elektronisch bereit gestellten Kreditantrag aus und reicht diesen bei seiner Hausbank ein. Bei einem positivem Kreditentscheid holt diese das Gesuch bei der zuständigen Bürgschaftsorganisation ein. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz aktuell 0.5% auf dem vom Bund abgesicherten Darlehensteil.

      Die Kredite dienen der Überbrückung von Liquiditätsengpässen und nicht der Finanzierung von Investitionen oder Aktienrückkäufen. Die Überbrückungskredite werden für eine Laufzeit von fünf Jahren vergeben, wobei diese Frist im Härtefall um bis zu zwei Jahren verlängert werden kann. Wichtig: Diese Darlehen werden bei Gefahr von Überschuldung der Unternehmung nicht als Fremdkapital in der Bilanz behandelt.

    • Sozialversicherungen:
      Wer von der Krise betroffen ist, muss nicht mehr in AHV, IV, EO und ALV zahlen: vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub: Bei Umsatzeinbruch können auch die regelmässigen Akonto-Beiträge an die Sozialwerke gesenkt werden. Zuständig sind die kantonalen AHV-Ausgleichskassen.

  • Unterstützungsmöglichkeiten für Selbstständigerwerbende

    Neu können auch Selbständigerwerbende (mit Einzelunternehmung) für sich eine Entschädigung in Anlehnung an die Erwerbsersatz-Ordnung beantragen: 80% des Einkommens, bzw. maximal 196 CHF/Tag [Selbständige: Jahreseinkommen x0,8 / 360] Müssen Sie ihr Geschäft schliessen wegen Massnahmen zur Bekämpfung des Virus, werden Sie mit Taggeldern entschädigt, ebenso wie bei Elternbetreuung oder Quarantäne. Der Anspruch kann rückwirkend ab 17. März 2020 geltend gemacht werden und verjährt erst 5 Jahre nach Aufhebung der Massnahmen.

    Dokument: Infos für Selbstständigerwerbende

    Dokument: Entschädigung für Erwerbsausfall

    Formular: Anmeldung für die Corona Erwerbsersatzentschädigung

    Für Anmeldung werden in den nächsten Tagen auch kantonale Online-Formulare zur Verfügung stehen.

    Berechnungsbeispiel: Cornelia ist selbstständigerwerbend und führt einen Coiffeursalon. Für die Berechnung ihrer Entschädigung ist das in einen Tagesverdienst umgerechnete Jahreseinkommen massgebend, das zur Festlegung ihres letzten persönlichen AHV-Beitrags herangezogen wurde. Dazu wird das Jahreseinkommen mit 0,8 multipliziert und durch 360 geteilt. Bei Cornelia beträgt dieses Jahreseinkommen 45'000 CHF, was ein Taggeld von 100 CHF ergibt (45'000 CHF x 0,8 / 360 Tage = 100 CHF/Tag).

    Achtung: Die Entschädigung ist subsidiär. Das heisst, wenn die anspruchsberechtigte Person bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung bezieht oder ihren Lohn weiterhin erhält, hat sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

    Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet. Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung selber bei der zuständigen Ausgleichskasse beantragen. Der Anspruch auf Entschädigung beginnt, wenn sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind, und endet, wenn die Massnahmen gemäss Epidemiegesetz (EpG) aufgehoben werden. Die Ausgleichskasse überweist die Entschädigung anschliessend direkt an die Person. Zuständige Ausgleichskasse ist die AHV-Ausgleichskasse, die die Beiträge erhebt.

    Selbstständigerwerbende, die Arbeitnehmende beschäftigen, können für ihre Angestellten Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Einzelunternehmer mit einer GmbH oder einer AG können auch Kurzarbeit beantragen.

  • Welche steuerlichen Erleichterungen gibt es?

    • Der Bundesrat hat am 20. März 2020 eine «Verordnung über den befristeten Verzicht auf Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung von Steuern, Lenkungsabgaben und Zollabgaben» erlassen. Bei der MwSt, den Verbrauchssteuern, den Lenkungsabgaben und den Zollabgaben wird deshalb vom 20. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 kein Verzugszins erhoben.
    • Bei der MwSt kann auf der Webseite der ESTV die Abrechnungs- und Zahlungsfrist kostenlos und ohne Begründung um drei Monate über das Fälligkeitsdatum hinaus verlängert werden.
    • Der Verzicht auf den Verzugszins gilt auch auf verspäteten Zahlungen bei der direkten Bundessteuer in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.
    • Kein Verzicht auf Verzugszinsen besteht bei der Verrechnungssteuer und den Stempelabgaben.
    • Diese Erleichterungen gelten für alle in der Schweiz steuerpflichtigen, natürlichen und juristischen Personen.
  • Mein Geschäft steht still und ich kann meine Geschäftsmiete nicht bezahlen. Was kann ich tun?

    • Suchen Sie proaktiv das Gespräch mit Ihrem Vermieter. Schweizweit konnten auf dieses Weise bereits viele gute (Übergangs-)Lösungen gefunden werden und Vermieter haben sich solidarisch gezeigt. Denkbar sind die Stundung von Mietzahlungen, Mietzinsreduktionen oder sogar der Erlass einer Monatsmiete.
    • Bei Zahlungsrückständen sowohl bei Wohn- wie auch Geschäftsmieten hat der Bundesrat die Fristen von 30 auf neu 90 Tage verlängert. Bei Pachtzinsen wurden die Fristen von 60 auf 120 Tage verlängert.
    • Die Fristverlängerung gilt für Mieten und Nebenkosten, die zwischen dem 13. März 2020 und dem 31. Mai 2020 fällig werden, sofern der Zahlungsrückstand auf die behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen ist.
    • Für Mietzinsreduktionen auf Geschäftsräumlichkeiten lässt sich mit den Art. 258 und 259a ff. OR argumentieren. Es stellt sich im Einzelfall nämlich die Frage, ob aufgrund der Massnahmen des Bundes ein Mietobjekt nicht (mehr) für den vertraglichen Zweck benützt werden kann und somit ein Mangel vorliegt. Mieter haben nur dann einen Anspruch auf eine Herabsetzung des Mietzinses, wenn ein Mangel am Mietobjekt vorliegt. Beim generellen Verbot des Bundesrates zur Öffnung des Ladens, Restaurants, Kinos, Theaters, …dürfte es sich weniger um einen Mangel am Mietobjekt selber, sondern um eine allgemeine Einschränkung, ein allgemeines Problem, handeln. Es ist daher umstritten, ob Mietzinsreduktionen eingefordert werden können.
    • Umzüge sind nach wie vor möglich, sofern die Hygienemassnahmen des BAG strikt eingehalten werden.
  • Was kann ich tun, wenn meine Kunden ihre Aufträge stornieren?

    Gerade Selbständigerwerbende erleben derzeit eine Absagewelle (bspw. Webdesigner, Gärtner, Künstler etc.). Ihre Dienstleistungen unterstehen den Regeln des Werkvertrages. Wenn dem Kunden aufgrund der Corona-Massnahmen des Bundes keine andere Möglichkeit dazu bleibt, dann schuldet er dem Auftragnehmer nur ein Entgelt für den bereits entstandenen Aufwand und für bereits entstandene Spesen. Storniert ein Kunde jedoch den Auftrag, obwohl er die Leistung annehmen und der Auftragnehmer die Leistung erbringen könnte, ist der gesamte Honorarbetrag geschuldet. Auch hier gilt es, das Gespräch zu suchen und grundsätzlich auf seinem Recht zu bestehen.

  • Fragen rund um die Produktionssicherung und Force Majeure

    Wir bekommen von unseren Kunden/ Lieferanten «Force Majeure-Schreiben».
    Müssen wir das auch machen oder darauf reagieren?

    Solche allgemeinen Schreiben sind nicht Pflicht, sondern dienen lediglich der gegenseitigen (Vorab-) Information im Zusammenhang mit möglicher «höherer Gewalt»:
    Als Lieferant signalisiere ich damit Transparenz im Umgang mit möglichen Lieferschwierigkeiten oder der Einhaltung von Lieferfirsten. Es entbindet mich nicht von der Vertragserfüllung. Auch Schreiben von Kunden können ihre Berechtigung haben, wenn diese den Betrieb geschlossen haben und die Ware nicht annehmen können/ wollen. Auch hier wird dadurch nicht automatisch die Vertragserfüllung aufgrund von Force Majeure suspendiert. Dies muss individuell von Fall zu Fall beurteilt werden. Es lohnt sich mit seinem Lieferanten/ Kunden in Kontakt zu treten und sein vertragliches Recht einzufordern.

    Mein Kunde bezahlt nicht die ganze Rechnung und beruft sich dabei auf Force Majeure.
    Darf er das?

    Nein, denn trotz Corona-Krise funktioniert unser Banken- und Zahlungssystem weiterhin problemlos. Er hat die Lieferung gemäss Vertrag erhalten. Der Kunde kann sich beim zahlbaren Betrag oder bei der Zahlungsfrist nicht auf «höhere Gewalt» berufen.

    Kann ich mich auf Force Majeure berufen, wenn ich als Lieferant nicht liefern kann?
    Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die allgemeine Definition von Force Majeure erfüllen, d.h. die Auswirkungen des Virus führen dazu, dass ich als Lieferant meine vertragliche Leistung aufgrund höherer Gewalt nicht erbringen kann. Wenn ich mich auf Force Majeure berufe, bin ich als Lieferant beweispflichtig und sollte gut dokumentieren, weshalb ich wegen des Coronavirus nicht oder erst später meinen Vertrag erfüllen kann. Die aktuelle Situation dürfte in vielen Fällen eine Lieferung erschweren oder (z.B. aufgrund höherer Frachtkosten) verteuern, jedoch nicht verunmöglichen.

    Deckt meine Versicherung den Produktionsausfall?
    Normalerweise deckt eine Betriebshaftpflichtversicherung solche Schäden nicht, denn es liegt kein Verschulden des Versicherungsnehmers vor. Möglich ist, dass eine Zusatzversicherung abgeschlossen wurde: Eine solche Police müsste dann aber spezifisch allfällige Schäden aufgrund höherer Gewalt (o.ä.) decken und Epidemieschäden ein- und Pandemieschäden explizit nicht ausschliessen.

  • Fragen rund um Überschuldung und COVID-19-Stundung

    Was versteht man genau unter «Überschuldung»?
    Falls der Verlust grösser ist als das Kapital eines Unternehmens (inkl. Reserven), spricht man von einer Überschuldung. Das Fremdkapital wird in diesem Fall nicht mehr durch die Aktiven des Unternehmens gedeckt (Art. 725 Abs. 2 OR). Eine Überschuldung kann gleichbedeutend mit der Zahlungsunfähigkeit und damit mit der Handlungsunfähigkeit eines Unternehmens sein.

    Was ändert sich durch die neue Verordnung des Bundesrates am Art. 725 OR?
    Im Falle einer Überschuldung nach Art. 725 Abs. 2 OR gibt es neu zwei Erleichterungen: Einerseits kann generell auf die Prüfung der Zwischenbilanz verzichtet werden, anderseits werden einige Gesellschaften von der Pflicht befreit, den Richter zu benachrichtigen.

    Nach wie vor muss der Verwaltungsrat bei begründeter Besorgnis einer Überschuldung eine Zwischenbilanz zu Fortführungswerten erstellen. Wenn diese Bilanz eine Überschuldung aufweist, muss er zusätzlich eine Zwischenbilanz zu Veräusserungswerten erstellen. Während der Geltungsdauer dieser neuen COVID-19-Verordnung Insolvenzrecht, d.h. bis am 20. Oktober 2020, ist es jedoch nicht notwendig, diese Zwischenbilanzen von einem zugelassenen Revisor prüfen zu lassen.

    Achtung: Bezüglich Kapitalverlust nach Art. 725 Abs. 1 OR traten keine Änderungen in Kraft.

    Was soll ich tun, wenn meine Gesellschaft überschuldet ist?
    Im Falle einer Überschuldung besteht normalerweise die Pflicht, den Richter zu benachrichtigen. Nebst einem Antrag auf Konkurseröffnung, auf Gewährung einer Nachlassstundung oder auf Konkursaufschub können KMU neu auch einen Antrag auf eine sog. COVID-19-Stundung stellen.

    Neu kann der Verwaltungsrat auf die Benachrichtigung des Gerichts verzichten, wenn die Gesellschaft per 31. Dezember 2019 nicht überschuldet war sowie die Aussicht besteht, dass die Überschuldung bis zum 31. Dezember 2020 behoben werden kann. Der Entscheid muss schriftlich begründet und dokumentiert werden.

    Eine Überschuldung kann durch die Zuführung neuen Kapitals, Rangrücktritten auf Darlehen oder sogar Forderungsverzichten im Umfang der Überschuldung behoben werden. Es lohnt sich, die Möglichkeiten zur Sanierung mit einem Finanzierungsbegleiter des RUZ im Detail zu erörtern.

    Wann ist eine COVID-19-Stundung für Unternehmen sinnvoll? Wie soll ich vorgehen?
    Die COVID-19-Stundung bietet sich für Unternehmen an, welche durch die Coronakrise in Liquiditätsschwierigkeiten und daher in Bedrängnis ihrer Gläubiger geraten sind. Dank der zeitlich befristeten Stundung kann sich das Unternehmen eigenverantwortlich sanieren und neu aufstellen. Es lohnt sich, diese Frage mit einem Finanzierungsbegleiter des RUZ im Detail zu erörtern.

    Die COVID-19-Stundung ist beim zuständigen Nachlassgericht zu beantragen. Die Vermögenslage ist glaubhaft darzulegen, z.B. in Form von provisorischer Bilanz und Erfolgsrechnung. Liquiditätsplanung und/ oder ein Sanierungsplan sind nicht notwendig.

    Das Nachlassgericht gewährt die COVID-19-Stundung für maximal drei Monate. Sie kann bei Bedarf auf Gesuch hin um weitere drei Monate verlängert werden. Beendet wird die COVID-19-Stundung mit Ablauf der Stundungsfrist. Die COVID-19-Stundung wird im Amtsblatt publiziert und auch der Schuldner muss die Stundung sämtlichen bekannten Gläubigern bekanntmachen.

     Newsbeitrag: Neue Bundesmassnahmen zur Vermeidung COVID-bedingter Konkurse

  • Was genau geschieht bei der Lockerung ab 11. Mai 2020?

    Ab Montag, 11. Mai 2020 können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Der öffentliche Verkehr wird wieder nach dem ordentlichen Fahrplan funktionieren. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Die Hygienemassnahmen und das Abstandhalten müssen aber nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai 2020 soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung von Neuinfektionen wieder aufgenommen werden. Weitere Lockerungen treten ab dem 8. Juni 2020 in Kraft.

  • Wie sieht die Unterstützung für Start-Up-Unternehmen aus?

    Der Bundesrat hat am 4. Mai 2020 beschlossen, das bereits bestehende Bürgschaftswesen für KMU für die Unterstützung von Startups zu nutzen. Damit will der Bund in Ergänzung zu den Covid-19-Krediten aussichtsreiche Startups in Zusammenarbeit mit den Kantonen und mit Hilfe des Bürgschaftswesens vor einer Corona-bedingten Insolvenz bewahren. Das zusätzliche Programm mit einem Umfang von maximal CHF 154 Mio. wird zu 65% vom Bund und zu 35% von den teilnehmenden Kantonen mittels Solidarbürgschaften abgesichert. Basis des Programms bildet das bereits seit 2006 bestehende Bundesgesetz resp. die seit 2015 bestehenden Verordnung über «Finanzhilfen an Bürgschaftsorganisationen für KMU». Beachten Sie, dass grundsätzlich keine Finanzierungspflicht seitens Kantone, Bürgschaftsgenossenschaften oder Banken besteht. Individuelle Kreditablehnungen sind ohne die Angabe von Gründen von jedem der involvierten Parteien im Prozessverlauf möglich.

    Zielgruppe dieses Bürgschaftsprogrammes sind innovative Startup-Unternehmen, welche die bestimmten Kriterien kumulativ erfüllen müssen:

    • Nachweis, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie eine erhebliche wirtschaftliche Beeinträchtigung und ein erheblicher beeinträchtigender Liquiditätsengpass erfolgt sind.
    • Der Sitz des Unternehmens gemäss Handelsregister muss in einem teilnehmenden Kanton sein, als Rechtsform kommen AG oder GmbH in Frage und der Eintrag im Handelsregister muss in der Zeit vom 01. Januar 2010 bis 01. März 2020 erfolgt sein.
    • Das Unternehmen befindet sich im Zeitpunkt der Einreichung des Bürgschaftsantrags nicht in einem Nachlassverfahren, Konkurs oder in Liquidation.
    • Das Unternehmen bestätigt, dass es zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags nicht in Überschuldung gemäss Art. 725 OR ist.
    • Das Geschäftsmodell ist skalierbar, wissenschafts- oder technologiebasiert und innovativ (explizit ausgeschlossen sind Landwirtschaftsbetriebe).
    • Das Unternehmen legt seine verfügbaren Jahresabschlüsse und einen Businessplan bei.
    • Das Unternehmen bestätigt, dass es zum Zeitpunkt des Bürgschaftsantrags nicht bereits Liquiditätssicherungen gestützt auf die notrechtrechtlichen Regelungen in den Bereichen Sport oder Kultur erhalten hat.

    Wichtig: Der Kredit darf nur zur Sicherung der laufenden Liquiditätsbedürfnisse des Kunden sowie die Refinanzierung von seit dem 23. März 2020 aufgelaufenen Kontoüberzügen verwendet sind. Der Kreditantrag muss bis spätestens 31.08.2020 über den geführten Prozess bei EasyGov eingereicht werden.

    Der Kreditbetrag beträgt maximal 1/3 der laufenden Kosten des Unternehmens. Die laufenden Kosten umfassen insbesondere die Löhne, die nicht aktivierungsfähigen Investitionen, die Mieten, Kosten für Patentanmeldungen und Patentanwälte, sowie die Kosten für interne oder ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungsprozesse. Basis für den Kreditbetrag ist der Einzelabschluss 2019 oder, falls nicht vorhanden, der Einzelabschluss 2018. Die maximale Kreditdauer beträgt 10 Jahre ab Auszahlungsdatum.

    • Gibt es eine Schutzstrategie des Bundes nach dem Ende des Lockdown?

      Bisher gibt es ein Sammelsurium an Massnahmen. Im Zentrum steht ein Konzept des Bundes für die sogenannte Eindämmungsphase. Da die Zahl der Neuansteckungen genügend gesunken ist, können die Kantone die Übertragungsketten wieder flächendeckend zurückverfolgen. Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können und nicht nur wie bisher die besonders gefährdeten oder hospitalisierten. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

    • SwissCovid App und Contact Tracing: Wie funktioniert die App und wo kann man sie herunterladen?

      Beim Contact Tracing werden enge Kontakte von mit dem Coronavirus infizierten Personen ausfindig gemacht. Die SwissCovid App unterstützt dies: Sie stellt fest, ob man Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Dadurch können Übertragungsketten gestoppt werden.

      Die Nutzung der App ist freiwillig und kostenlos, die eigenen Daten sind allein für die Benutzer einsehbar, und es werden laut Bundesrat keine Personendaten oder Ortsangaben genutzt. Positiv getestete App-Benutzer erhalten vom kantonsärztlichen Dienst einen sogenannten Covidcode. Mit diesem Code lässt sich auf der App eine Benachrichtigungsfunktion aktivieren. Dadurch erhalten andere App-Benutzer, die sich während der Ansteckungsgefahr rund 15 Minuten und näher als zwei Meter bei der infizierten Person aufgehalten haben, eine Nachricht. Betroffene können sich anschliessend über die Infoline des BAG beraten lassen.

    • Welche Lockerungen gelten ab 6. Juni 2020?

      Die Corona-Situation in der Schweiz hat sich in den letzten Tagen des Monats Mai weiter entspannt. Seit Tagen sind tiefe zweistellige Erkrankungsfälle zu verzeichnen und die Anzahl der hospitalisierten Personen nimmt stetig ab. Diese Faktenlage hat dazu geführt, dass der Bundesrat weitere Lockerungen beschlossen hat, per 19. Juni 2020 die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz aufhebt und zur «besonderen Lage» zurückkehrt.

      Auf dieser Grundlage hat der Bundesrat jetzt auch raschere Massnahmen zur Lockerung per 6. Juni 2020 beschlossen. So fällt bereits per 30. Mai 2020 die sog. Fünfer-Regel, d.h. neu sind spontane Gruppierungen bis zu 30 Personen erlaubt. Geplante Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen können wieder durchgeführt werden. Alle Freizeitbetriebe und touristischen Angebote können wieder öffnen. Ebenfalls wurden per 6. Juni 2020 weitere Lockerungen in Bezug auf die Restaurants bekanntgegeben und weiterführende Schulen können den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Nach wie vor gelten die durch das BAG kommunizierten Schutzmassnahmen und die Hygiene- und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten.

    • Seit dem 6. Juli 2020 gilt die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Was bedeutet dies konkret?

      Personen ab zwölf Jahren müssen im gesamten öffentlichen Verkehr eine Maske tragen. Die Maskenpflicht gilt in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen. Die Maskenpflicht gilt auch auf dem Aussendeck von Schiffen. Ausgenommen sind Skilifte und Sesselbahnen.

      Kinder unter zwölf Jahren müssen keine Maske tragen. Ebenso von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus besonderen Gründen, hauptsächlich medizinischen, keine Masken tragen können. Dazu zählt folgendes: Gesichtsverletzungen, hohe Atemnot, Angstzustände beim Tragen einer Maske und Behinderungen, die das Tragen einer Maske nicht zumutbar oder umsetzbar machen. Um mit Personen zu kommunizieren, die eine Hörbehinderung haben, darf insbesondere das ÖV-Personal die Maske ausziehen.

      Die Maskenpflicht gilt immer, unabhängig von der Auslastung des Verkehrsmittels. Weigert man sich, im ÖV eine Maske zu tragen, kann man vom Verkehrspersonal aufgefordert werden, das Verkehrsmittel an der nächsten Station zu verlassen. Bei Widersetzung der Aufforderung kann man mit einer Busse bestraft werden.

      Die Pflicht, eine Maske zu tragen, gilt nur in den Verkehrsmitteln selbst. In Bahnhöfen, auf Perrons oder beim Warten an einer Haltestelle muss keine Maske getragen werden. Sofern in solchen Situationen der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einhalten werden kann, sollte eine Maske angezogen werden.

    • Wie muss ich mich bei der Rückkehr aus Risikogebieten verhalten?

      Ab dem 6. Juli 2020 müssen Personen, die aus gewissen Gebieten einreisen, für zehn Tage in Quarantäne. Das BAG führt für diese Länder eine entsprechende Liste, die regelmässig angepasst wird.

      Zur aktuellen Liste

      Die betroffenen Personen werden gezielt im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert. Sie müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behäreden melden.

    • Verordnung des Bundesrates von 18. Oktober 2020

      Einschränkungen für private Veranstaltungen, keine spontanen, öffentlichen Versammlungen von mehr als 15 Personen, ausgeweitete Maskenpflicht und Empfehlung zu mehr Homeoffice.

    • Welche Änderungen hat der Bundesrat am 28. Oktober 2020 beschlossen?

      Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 weitere nationale Massnahmen beim Gesundheitsschutz beschlossen. Diese umfassen Einschränkungen für private Veranstaltungen. Ausserdem hat er die Änderung der Covid-19-Verordnung bei der Arbeitslosenversicherung beschlossen. Mit der Änderung wird Mitarbeitenden auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung gewährt. Die Änderung tritt rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft.

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    Erläuterungen des Bundesrates über die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.